Veränderungen durch KI in den produzierenden Sektoren

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Eine Auswirkung des KI-Einsatzes auf die Arbeits- und Berufswelt ist die Einrichtung sogenannter intelligenter Fabriken. KI erleichtert die Umgestaltung einer Produktionsumgebung in eine intelligente Fabrik, die sich durch hohe Flexibilität und Vielseitigkeit mit neuen Organisationsstrukturen und Prozessen auszeichnet. Hierbei sind aber auch Gefahren – wie bspw. Arbeitsplatzabbau – zu berücksichtigen, für die Ersatzlösungen gefunden und gestaltet werden müssen.

 

Es wird davon ausgegangen, dass KI Technologien nahezu alle Berufsfelder durchdringen werden. In einigen Berufsfeldern sehr viel stärker als in anderen, wie z.B. konkrete Tätigkeiten in einigen personalintensiven, körpernahen Berufen (wie z.B. Erzieher, Pfleger, Physiotherapeuten). Kurzum die Qualifikationsanforderungen in verschiedensten handwerklichen, industriellen und anderen Berufen werden sich weiter verändern, bspw. : technische und kaufmännische Berufe (Fahrzeugbranche, Metall-, Elektro-, Computer; und/oder Baubranche bzw. Logistikbranche), soziale Berufe (wie z.B. Gesundheit, Erziehung, Pflege usw.), kaufmännische Berufe ( wie z.B. den Verkauf, Buchhaltung, Logistik aber auch andere Managementaufgaben) aber auch z.B. Agrarberufe.

In der Literatur wird über alle Berufe hinweg eine Reihe von Implikationen der KI für die Qualifikationsbedarfe und Tätigkeitsinhalte identifiziert (McKinsey, 2018):

  • Die Nachfrage nach fortgeschrittenen, technologischen Fertigkeiten wie z.B. Programmieren wird schnell wachsen. Es mangelt auch an einem ausreichenden Verständnis von Technologien, um Organisationen/ Unternehmen durch die Einführung von Automatisierung und KI zu führen bzw. umzugestalten.
  • Zunehmende Nachfrage nach besonderen Schlüsselfähigkeiten und -kompetenzen wie bspw.: erhöhte Anforderungen an soziale, emotionale und höhere kognitive Fähigkeiten, wie Kreativität, ein kritisches Denken, die Fähigkeiten komplexe Prozesse zu durchschauen  und somit zu einer komplexe Informationsverarbeitung mit digitalen Grundfertigkeiten befähigt zu werden.
  • Die Nachfrage nach physischen und manuellen Fertigkeiten könnte zwar zurückgehen, aber in vielen Ländern wird sie auch nach 2025 wird noch immer die bedeutendste Kategorie der Fertigkeiten von Arbeitskräften sein (z.B. der/die Krankenpfleger*in oder Altenpfleger*in oder die Erzieher*in).
  • Es wird erwartet, dass der Bedarf an kognitiven Grundfertigkeiten abnehmen wird, insbesondere die grundlegenden Dateneingabe- und -verarbeitungsfähigkeiten, die von Dateneingabe- und Schreibkräften sowie in einer Reihe von Back-Office-Funktionen eingesetzt werden.

 

Ressourcen

 

 

 

 

 

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